Es geht uns gut.

admin am 3. Juli 2008 um 17:16

Es geht uns gut.

Buchpreis hin oder her dieses Heft hat mich so gar nicht vom Buckel gerissen. Es zog sich streckenweise so zäh dahin dass ich geneigt war es einfach wegzulegen. Nun habe ich doch zu Ende gelesen und bin mir alles andere als im klaren was die ganze Ding soll. ein Drei-Generationen-Erzählung die sich durch Österreichs Vergangenheit zieht - bespickt mit vielen “Insider”-Worten die mir als Norddeutschen schleierhaft blieben. Mit diesem Schinken habe ich leider nur Zeitabstand verschwendet. Uhrzeit die man sich für ein “gutes” Band nehmen sollte.

Man Geill

Wir haben es negrid auf Weiß: Es geht uns gut ist der beste deutschsprachige Roman 2005 und der Vorarlberger Arno Geigenspieler bekommt deshalb als erster den neu geschaffenen Deutschen Buchpreis. dass aber Juryentscheidungen äußerst subjektiv sind beweist schon die Tatsache dass Violinspieler mit dem ersten Kapitel aus eben diesem Familienroman beim Bachmannpreis 2004 die Juroren keineswegs begeisterte und leer ausging. Man muss sich also selbst ein Bild machen — und das ist nach der Bd. zumindest ambivalent. Das beginnt schon bei der Grundkonstellation: Die Hauptfigur Philipp ein 36-jähriger Verfasserin erbt das Gebäude seiner Großmutter und beginnt es auszuräumen. statt sich für die Erbschaft und die Familiengeschichte (eigentlich wertvoller Substanz für jeden Schriftsteller) zu interessieren schmeißt er alles weg. Eingestreut in die Aufräumaktion dieses Familienerinnerungsverweigerers wird dann aber doch in Rückblenden anhand einzelner Periode von 1938 bis 1989 eben dessen Familiengeschichte — Großeltern Erziehungsberechtigte die eigene Jugend — erzählt.

Aus dieser Spannung von erinnern und verschwitzen speist sich der Anregung von Geigers viertem Roman. Mit der Vergangenheit einer ganz normalen Wiener Würstchen Familie versucht er sich an einer literarischen Schilderung von Joch die weitgehend ohne dramaturgische Spannungslinien auskommt. näherungsweise wenn in einer der Rückblenden die verfahrene Ehesituation von Philipps Schraubenmutter Ingrid skizziert wird: Doppelbelastung als Ärztin und Mutter zuwenig Unterstützung vom Gatten abkühlende Gefühle. So ist das Existenz kann man da nur sagen. Sind so aber auch mitreißende Romane? gleicherma wenn man Geigers Fabrik sicher nicht als misslungen bezeichnen kann bleibt er doch weit hinter dem zurück was andere Autoren — man denke beispielsweise nur an Jonathen Franzens Korrekturen — aus diesem Wesen sprachlich und inhaltlich herausgeholt haben. auch aus dem grauen Familienalltag lassen sich literarische Funken schlagen.

Ein Familienroman der über 60 Jahre österreichischer Historie sozusagen als Kulisse benutzt lebt natürlich auch vom Lokalkolorit. Das verleiht Liebreiz wird aber sprachlich so manche Leser überfordern weil es der Verlag versäumt hat die zahlreichen Austriazismen im Zusatz zu erklären. Nicht-Österreicher werden kaum wissen dass “Pantscherl” einen Liebschaft bezeichnet oder was “urgestopft” “angelehnt lassen” oder “hoppadatschig” bedeuten. ein nette Aufgabe auch für Übersetzer wenn der Roman den Erfolg im Ausland haben wird den der Deutsche Bücherpreis verheißt. für die deutschsprachige Text aber bedeutete dies wäre das wirklich der beste Roman des Jahres: Es geht uns nicht gut.

Eine wirklich tolle DVD!

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Griechische Sagen 1.

admin am 3. Juli 2008 um 07:16

Griechische Sagen 1.

diese Bearbeitung der Griechischen sagen gehören zu unseren absoluten Lieblings-CD`s und werden von Kindern und Eltern immer wieder sehr gern gehört. Die Geschichten sind kindgerecht erzählt oft recht witzig in Wortwahl und Sprache für zartbesaitete Nachwuchs manchmal allerdings schon etwas blutrünstig. Die gurgeln werden sehr lebendig durch die packende Erzählweise die schönste Art zu klassischer Entstehung zu kommen.

Eine wirklich tolle DVD!

Man Geill

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Die Frau und der Affe [Musikkassette]

admin am 2. Juli 2008 um 17:31

Die Frau und der Affe [Musikkassette]

ohne Argwohn ist zu konstatieren dass Peter Hoeg mit “Die Gemahlin und der Affe” ein sprachlich rundum schönes um nicht zu sagen nahezu perfektes Heft gelungen ist. Ihm gelingt es mit einer ungeheuer präzisen und detailreichen Kommunikationsmittel Situationen wie auch Gefühle einzufangen und lässt das Heft dennoch stets wie eine Novelle wirken. Die Ausdrucksform ist hier kein reiner Zweck sondern wirklich nur ein Medium um die Nachricht zu transportieren die da lautet “Mensch sei nicht so arrogant gegenüber der Evolution”. Ein gutes ein aktuelles und zugleich ein heikles Thema.

Mit Madelene der schönen aber alkoholabhängigen Gattin des designierten und ambitionierten Zoodirektors Adam sowie dem Affen Erasmus im Fokus baut Hoeg eine bis etwa zur Hälfte des Buches ergreifende und kurzweilige Erzählung auf. Tragische und bisweilen komische Elemente verschränken sich zu einem schönen Gesamtkonzept. Der Wortedrechsler spannt einen wirklich mitreißenden Spannungsbogen den er aber bedauerlicher Weise ab der Mitte des Buches auch mächtig überspannt.

Diese Thematik hätte Sodomie und sprechende Tiere eindeutig nicht nötig gehabt. gegen Ende gerät die Klamotte dann vollends ins trudeln und trotz der schönen Informationsaustausch die transportiert werden sollte kommt nicht mehr beim Leser an als das Gefühlsbewegung gut und sprachlich schön unterhalten worden zu sein. Zum bedenken motiviert das Buch nur sehr eingeschränkt. Zum Angelegenheit Arroganz des Wesenheiten gegenüber der Erschaffung hat Hoeg sicherlich viel zu sagen vielleicht legt er ja auf andere Melodie (und nicht ganz so drastisch) nach.

Man Geill

für “Smilla” war ich gespannt auf das Nachfolgewerk von Peter Hoeg. War “Smilla” ein “literarischer Kriminlaroman” so gilt dies für “Die weiblicher Mensch und der Affe” nicht. gleichwohl ist dieses Heft nicht minder spannend und von seiner Intension und seinem Thema her noch tiefgehender als “Smilla”. Und es erschließt sich dem Leser wesentlich leichter und schneller weil der Erzählstil weniger verschachtelt sondern geradliniger ist was aber der Qualität dieses lieterarischen Meisterstücks keinen Abriss tut.

Der Sage handelt kurz zusammengefaßt von einer sich langsam entwickelnden Verhältnis zwischen Mensch und Tier; genau genommen zwischen einer Ehefrau und einem männlichen Affen einer bislang unbekannten Spezies. Was manchen Urheber zu einer billigen und vielleicht auch perversen Posse verleitet hätte nutzt Hoeg auf unnachahmliche Lied um eine wunderschöne Lehrstück über das Existenz und insbesondere die Positur des Menschens in diesem hausen auszubreiten.

Auf dem Buchrücken ist von einem “Märchen-Thriller” zu lesen. freilich enthält die Saga märchenhafte Züge. zum Glück fehlt jedoch das belehrende Element. Will man das Buch mit modernen Genres erfassen enthält es einen großen Science-Fiction Anteil.

Peter Hoeg stellt die Frage nach der Job des Wesenheiten im Rahmen der Welt oder gar im Weltall wobei das bisweilen monopolistische selbstgefällige und als selbstverständlich über alles andere erhabene Selbstverständnis der Menschheit in Rückfrage gestellt wird.

Er bedient sich hierbei einer schönen Liebesgeschichte zweier Kreatur unterschiedlichen Ursprungs. Am Zustandekommen dieser Liebesgeschichte steht die sich langsam entwickelnde Selbstfindung der Fr. die hierbei die ihr auferlegten standesbedingten Zwänge durchbrechen muß. erstens nachdem sie dadurch in die Hülse versetzt wird dem Bestehen vorurteilslos und ohne gesellschaftliche Zwänge zuzusprechen ist es ihr möglich die Beziehung mit diesem “Tier” einzugehen wobei sie eigentlich doch nur vor hatte das existieren des Affen vor den selbstsüchtigen und nach Mammon Gewalt und Herrlichkeit strebenden Wissenschaftlern ihrer Kohorte (ihr Ehemann!) zu retten.

Bezeichnenderweise funktioniert diese Beziehung auch nur in einem besonderen Tierreservat.

Mit fortschreitender Entwicklung dieser Beziehung kommt zunehmend Zweifel an dem selbstherrlichen Selbstverständnis der Menschheit sie sei der “Herrscher” der Muttererde auf. Bis am Ergebnis (von) die Gewißheit steht: irren ist halt doch menschlich.

Sicherlich kann und soll sich jeder seine eigene Sinn bilden. zu diesem Punkt provoziert diese Schinken auch geradezu weil Peter Hoeg es wagt an den Grundfesten des Selbstverständnisses der Menschheit zu rütteln. Gegebenheit ist dieses Schinken kann man nachdem man es gelesen hat nicht einfach so zur grö legen; es zwingt einen geradezu auch danach den dort angesprochenen Gedanken weiter nachzuhängen und sie weiter fortzuspinnen.

Sollte man eigentlich schon “Smilla” gelesen haben so ist dies bei “Die Frau und der Affe” eindeutig ein “Muß”!!!

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P.S. Ich liebe Dich.

admin am 2. Juli 2008 um 06:46

P.S. Ich liebe Dich.

Ich habe 7x geheult!!!! Das is soooo wunderschön! Ich meine wie das beschrieben is un das alles! geradewegs nur wunderschön! sobald ich so Korrespondenz von meinem verstorbenen Ehegatte bekommen hätte…OH MEIN GOOOOOOTT!!! demgemä ich kann diese Heft wirklich nur jedem empfelen !!!

Eine wirklich tolle DVD!

einmal drückt sich Holly den blauen Baumwollpullover ihres Mannes Gerry ins Gesicht und spürt seinen vertrauten Geruch in die Nase steigen. Das ist wie ein Schlag in die Magengrube — ein Klopfen nach dem sie sich sofort übergeben muss. als Gerry ist tot und nun beginnt die härteste Zeit in Hollys Leben.

aber Gerry hat sich einen Streich ausgedacht mit dem er Holly auch nach seinem Tod noch trösten kann. nämlich er hat ihr Post hinterlassen in denen Aufgaben stehen die seine Alte erfüllen soll. Einfache Gedöns sind das zumeist: sich endlich eine neue Nachttischlampe kaufen etwa. o. Karaoke singen. Und am Zweck hat es der tote Gerry geschafft Holly wieder zum existieren zu erwecken.

ungefähr hätte man bei der Schriftstellerin von P.S. Ich liebe Dich skeptisch sein müssen. wie die zum Zeitpunkt der Abdruck des Romans erst 23-jährige Autorin Cecilia Ahern ist die Tochter des irischen Ministerpräsidenten. zurückgezogen dies wird ihr die Tore großer Verlagshäuser bereits geöffnet haben. gottlob aber erfährt man das erst nach der Lektüre hinten im Buch. damalig hat man den wundervollen Erstling Aherns bereits gelesen und weiß: P.S. Ich liebe Dich hätte es auch verdient gedruckt zu werden wenn Ahern keinen so bekannten Ahnen hätte. da P.S. Ich liebe Dich ist ein herrlich schöner raffinierter im besten Bedeutung des Wortes sentimentaler und anrührender Roman. todsicher lesen. –Isa Gerck

Man Geill

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Wo die schwarzen Flüsse fließen. Gruselgeschichten

admin am 1. Juli 2008 um 17:46

Wo die schwarzen Flüsse fließen. Gruselgeschichten

Wer diese CD kauft sollte sich darüber im ergründen sein dass die Autoren - von H.P. Lovecraft bis Edgar Alan Poe eben wirkliche Klassiker ihres Genres sind und eben nicht zwangsläufig dem Fasson aktueller Horrorfilme entsprechen: Wer sich mit anspruchsvollerem subtileren Horror - wie man ihn z.B. von Lovecraft gewohnt ist - gut anfreunden kann wird von dieser CD nicht enttäuscht sein.

Wer aber wie der Rezensent unter mir eher auf Non-Stop-Action steht sollte zum Konkurrenzprodukt “Necrophobia” greifen.

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Die 7 Kurzgeschichten wirken als wenn sie aus einer Zeit kämen in der man sich beim Abgaskanal Unheimliches aus der Nachbarschaft erzählen würde. Was zum Teil auch stimmen mag (z.B.: E.A.Poe). aber wirklich neu oder originell ist diese Range (Mit Ausnahmefall “Das Haustier”) meines Erachtens nicht. Die Sprecher sind sehr gut der Ton ebenfalls. Die Titelunterteilung von je 2 Kapiteln ist unpraktisch und unlogisch verteilt verliert man den Garn fängt man irgendwo wieder an. irgendwie schade der Anrede und die Autoren versprechen mehr.

Man Geill

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Kleine Feder McAbony oder Wie man die Herzen der Menschen liest,

admin am 1. Juli 2008 um 06:16

Kleine Feder McAbony oder Wie man die Herzen der Menschen liest,

kleiner Mann Feder McAbony heißt der Lauser den es gibt weil vor mehr als 100 jähren ein Steinlawine seinen indianischen und schottischen Vorfahren die Auslese verhagelte und sie sich - statt sich lustvoll zu bekriegen - anfreunden mußten damit sie überlebten.
Indianer das wissen wir spätestens seit Karl May haben ganz andere Fähigkeiten als wir armen von der Kultur verdorbenen Weißen sie sind naturverbunden nehmen alles viel intensiver wahr und sind überhaupt und grundsätzlich ‘Edle Wilde’. Tja. In diesem Pseudomärchen für Erw. wird es einem beim decodieren sehr schnell zu viel - zu viel an Arglosigkeit und Künstlichkeit. Marshmallows schmecken bitter gegen diese Lektüre!

Ich würde es unter Mittelmaß ablegen wäre da nicht der unverzeihlich schlechte Schluß - schlecht im Sinne von Handwerk. Das Titel fällt für mich in die Kategorie: Und dann wußte der Schriftsteller nicht mehr weiter und schon gar nicht wie er seine Ding zu Ende bringen sollte. weshalb er er einen der ältesten Mechanismen namens Deus ex machina aktivierte - hier in Form eines Flugzeugs im Sturm. Das ist schon eine Schmähung des Lesers.
Wer wirkliche Hölle und Besinnlichkeit sucht der nehme sich doch wieder mal “Der kleine Prinz” vor und lese es (oder lasse es sich vorlesen es gibt ein sehr gutes Hörbuch). sogar ein Glücksspiel zum Kleinen Prinzen gibt es (beim Weltall Verlag). jene Heft hier ist eine plumpe Nachbildung des “Kleinen Prinzen” - allein man merkt die Absicht und ist verstimmt … verweilen Sie beim Original!

Man Geill

Wie man die liebkosen der Menschen liest der Untitel des Buchs gibt einen gewissen Vorgeschmack auf das Buch. Der eigentliche Buch dieses Kinderbuchs für Erwachsene ist nicht ganz selbsterklärend: Schottische Zugereister und ihre indianischen Verfolger werden zu Zeiten des Wilden Westens in ein schmales Tal gesperrt und dort von den Umständen dazu gezwungen zweihundert Jahre friedlich zusammenzuleben. diese Zeitmaschinenkonstruktion schleudert einen kleinen Jungen des titelgebenden Namens in die Präsens der durch seine wunderbar einfühlsame Art und seine ganz eigene Welterfahrung die kuscheln der Wesenheiten berührt und harte Kerle wie Butter schmelzen läßt so daß einige ihn sogar für einen neuen Jesus halten.

Dieses Heft hat einen schönen roten Faden als altmodisches Lesezeichen. Es liegt bei mir bei Seite 175. Bis dahin so meine Empfehlung sollten Sie das Heft lesen unbedingt. demzufolge sollten Sie eine lange Aufenthalt machen und noch den zwei Seiten langen Schlusswort lesen. So werden Sie das Buch in angenehmer Erinnerung halten auch ohne zu wissen wie es ausgeht (es geht so aus wie moderne Saga allzu oft ausgehen).

Dazwischen liegen noch ungefähr 75 weitere Seiten sie sind auf ihre Art auch nicht schlecht. irgendwie können sie aber mit der ganz eigenen Stufe des ersten teils nicht Abschnitt halten hier merkt man manchmal allzu deutlich daß der Schreiberling Weisheitsliebe und Marketing studiert hat eine gefährliche Mischung wie ich finde.

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Das Aquarium,

admin am 30. Juni 2008 um 18:16

Das Aquarium,

Thommie Bayer Anstreicher Musiker (”Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh”) Kabarettist (Die drei Männer die sich Pferd nannten) und seit 1985 auch Schreiber von Romanen (”Das Herz ist eine miese Gegend” “Eine Überdosis Liebe”) Gedichten sowie Drehbüchern hat sich mit “Das Aquarium” eine nicht unsympathische Beziehungsstory mit den Neigungswinkeln einer Achterbahn ausgedacht.
Wer sich für’s mithören anstatt enträtseln entscheidet kann nun seine Arme hinter dem Haupt verschränken und sich getrost in die der Hörbuch-Version dieser typisch Bayer’schen Reißbrett-Story stürzen.
June ist die neue Mieterin von auf der anderen Seite und sitzt im Rollstuhl. Barry ist der Zauderer der sich unsichtbar wähnende Beobachter. Gleichermaßen erotisch-voyeuristische wie lustvolle Amour Fou mit deftigen aber auch leisen Zwischentönen um ein verhindertes Duo das sich an selbst konstruierten Schuldgefühlen delektiert dabei magnetisch Distanz hält und sich mit eMails und anderen Winkelzügen gegenseitig das einzige hausen das sie haben (könnten) lieber schwer als einfach macht. Es geht um Gram glauben und darum sich zu trauen.
Anna Thalbach (”Gefährliche Freundin” “Honolulu”) als June und Bernd Michi Arche (”Looosers!” “Karniggels”) als Barry sprechen dieses als szenische Vorlesung halten angelegte eMail-Pingpong um Obsessionen mit verführerischer Raffinesse. Da möchte man sich fast mal ins Programm der beiden Web-Age-Königskinder einlinken. entweder als eMail an June oder an Barry.

Man Geill

Barry Schoder ist kein James Stewart. Und trotzdem besitzt der Studiomusiker so etwas wie ein Bildschirmfenster zum Hof. Da thront er nach einem Havarie von Lähmung bedroht und vereinsamt im sechsten Schläger um ins “Aquarium” hinüberzublicken — als Voyeur wie Flugbegleiter in Hitchcocks Film. Das Aquarium das ist ein (eingeschossiges) Haus mit langer Fensterfront hinter der sich nach sieben Wochen Nichts plötzlich wieder neues leben regt. Beim aufziehen beginnt Schoder nachzudenken — und will ein Bd. schreiben über sein Leben. aber selbst wenn er plant “über sich selbst zu erzählen” so spricht er doch zumeist von den Frauen. Von seiner Ex-Freundin Sybille etwa oder von der Sängerin Sharii die ihn verführt und dann verschwindet. od. von June die eines Tages in das Aquarium gegenüber zieht.

nicht zuletzt June ist nicht Grace Kelly. trotz alledem die junge unabhängige Frau im Rolli fasziniert den Tontechniker zusehends. Als Schröder das schützende Düsternis seiner Unterkunft verlässt und Umgang zu ihr aufnimmt wird der Schaulustiger immer mehr hineingezogen in den (auch erotischen) Wasserstrudel von Junes komplizierter Geschichte. dass dies für den Protagonisten ohne zwischenmenschliche Probleme nicht ablaufen kann wird nicht nur Kennern von Thommie Bayers Romanen Das Herz ist eine miese Gegend oder Spatz in der Hand schnell klar.

Wie gesagt: Barry Schoder ist nicht James Steward. Und Thommie Bajuware ist natürlich auch nicht Alfred Hitchcock. dennoch wie es ihm gelingt die Lesespannung in seiner einfach konsumierbaren Prosa bis zur letzten grö aufrecht zu erhalten verdient höchstes Lob. Und noch etwas haben Bayer und Hitchcock gemeinsam: Bei beiden enden selbst die tragischsten Geschichten immer irgendwie doch gut. Das darf man ruhig verraten. schlie anders als bei Hitchcocks Krimis kommt es auf das Verschlie bei Bayers wundervollem Liebesroman gar nicht so an.

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Euro- Fahrschule 2000. - ROM für Windows 95/98/2000/ NT 4

admin am 30. Juni 2008 um 06:46

Euro- Fahrschule 2000. - ROM für Windows 95/98/2000/ NT 4

Das Applikation „Eurofahrschule 2000″ mit dem es angeblich KEIN Problem sein solle die Führerscheinprüfung zu bestehen ist das schlechteste Sendung das ich bisher benutzt habe. Die Funktionsweise ist dermaßen unausgereift dass sich ein studieren der ersuchen als äußerst umständlich erweist. Die besonders hervorgehobenen Features wie „gezieltes lernen falsch beantworteter Fragen” „viele aktuelle Infos” oder „30 Minuten Videos sowie Infos zur Verkehrssicherheit” sind meiner Betrachtung nach sehr schlecht verwirklicht. mithin ist zum Beispiel die Suchfunktionen im Fragebogen nicht Nutzbar da die Datensätze unübersichtlich angezeigt werden und eine durchgehende Nummerierung nicht funktionsfähig ist. Ich bereue den Investition dieses Programms und empfehle allen anderen sich entweder für ein anderes Produkt zu entscheiden oder einfach auf die offiziellen Fragebogen aus Papier zurückzugreifen. Der Lerneffekt in jedem Angelegenheit besser als bei „Sybex - Eurofahrschule 2000″.

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Man Geill

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Die dunkle Seite der Liebe -

admin am 29. Juni 2008 um 17:46

Die dunkle Seite der Liebe -

Ein orientalisches Heldengedicht über (starke) Zuneigung und das Prohibition von Hingabe über Anerkennung und Familie; viele Strang verknüpfen Zeiten und Orte vor der Bühnenbild unterschiedlicher politischer Systeme und Diktaturen.
Ein Heft wie ein orientalisches Gebäck süss im Geschmack aber schwer im Magen: für meinen - europäischen - Genuss etwas zu viel des Guten von allen Zutaten; als Hörbuch nebenher beim Autofahren aber gut zu verdauen.

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“Man kann die Anekdote und Gegenwart der Araber nicht verstehen” hat Rafik Schami einmal gesagt „ohne das Verbot der Liebe“. Hiervon erzählt der neue Roman des Dichters: von den Schwierigkeiten zwischenmenschlicher Geneigtheit unter schwersten Bedingungen unter dem Gesetzeszwang der Sippe. gleichwohl erzählt noch wesentlich mehr. Er erzählt vom existieren im Schlagschatten der Diktaturen von zwielichtigen Geheimdienstoffizieren redseligen Taxifahrern verrückten Matrosen einem ehrgeizigen Kommissär (schweiz.) und einer schönen Witwe. Und er erzählt — wie immer — auch von der zauberhaften Stadt Damaskus aus der Schami stammt und deren Gerüche und Geräusche er meisterhaft wie kein zweiter immer wieder neu heraufzubeschwören versteht.

Dreißig Jahre hat Schami an seinem Titel geschrieben und dies merkt man ihm beileibe an — und auch wieder nicht. schlie so weise und durchdacht komponiert es daherkommt so sehr erscheint es doch aus einem schnell heruntergeschriebenen Guss. So ist die Story rund um Jasmin Schahin die gegen den Willen der Zuflucht einen Mohammedaner heiratet und um zwei Clans und deren Blutsfehde ein faszinierendes und verstörend fremdländisches gro der Erzählliteratur von nahezu Shakespeare’schen Ausmaßen geworden dass auf viel zu wenigen Seiten eine ganze Erde entfaltet und die Schicksale einzelner Menschen raffiniert mit der Erzählung Syriens verknüpft. Da kann man bei der packenden Band sogar noch eine Gruppe lernen.

Man Geill

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Ist Deutschland noch zu retten?

admin am 29. Juni 2008 um 07:16

Ist Deutschland noch zu retten?

Ich will das was in Herr(n) Sinn hier in schriftlicher Qualität in die Öffentlichkeit abgesondert hat nicht auch noch durch meinen Kommentar aufwerten. Die hier aufgestellten Behauptungen lassen sich größtenteils eindeutig widerlegen es hat jedoch keinen Kosten sich mit Leuten wie Sinn sachlich auseinanderzusetzen da er gezielt darauf aus ist die öffentliche Anschauung durch scheinwissenschaftliche Halbwahrheiten zu manipulieren. Nur so viel will meine Wenigkeit anmerken: dass jemand wie Semantik sich als Dozent bezeichnen darf und von höchsten Regierungskreisen und Medienvertretern als objektiver Gutachter angesehen wird ist ein absoluter Aufsehen und zeigt die Verlogenheiten der gesamten politischen Führungselite.

Eine wirklich tolle DVD!

Wer sich gegenwärtig über den Gerüst des deutschen Gemeinwesens mit den Worten “So darf es nicht weitergehen” äußert braucht nicht zu befürchten auf großen Widerspruch zu stoßen. sicher unsere öffentlichen Kassen sind leer und wir stehen vor einem minütlich in immer unermesslichere Dimensionen anwachsenden Schuldenberg. Unser Rentensystem ist nach dem Krieg auf Sand gebaut worden jetzt steht es vor dem Zusammenbruch. wenn schon unser Bildungssystem ist ganz sicher alles andere als ein Erfolgsmodell. Ob man es gleich in Bausch und Kurve als “miserabel” verwerfen muss sei dahingestellt. unabweisbar jedenfalls ist dass unsere Jünger im internationalen Abmachung keine besonders gute Figur machen. Die verkettete Liste unserer Unpässlichkeiten ließe sich fortsetzen.

“Wir müssen radikal umdenken” bringt Hans-Werner Sinn seine düstere Gegenwartsdiagnose auf den Punkt und wieder nicken wir und heißen den Münchener Wirtschaftsprofessor willkommen in der großen Schar derer die endlich Klartext reden wollen. nur mit welchen Rezepten will er uns denn nun den Weg aus der Unbehagen weisen? Mit einem “6+1-Programm” das manches Richtige aber nichts Neues enthält. “Weniger Stärke für die Gewerkschaften” schallt der Ruf aus der Münchener Studierstube. Dem wollen wir gerne zustimmen. Wie aber soll man das erreichen? Und wieso sollte nach Jahrzehnten gleichlautender Forderungen ausgerechnet jetzt eine wirklich radikale also an die Wurzel gehende Steuerreform gelingen?

Und wieso so fragen wir sollten die Deutschen der Sinn’schen Bitte folgen wieder mehr Kinder in die Welt zu setzen? Nur um die Richtigkeit seiner Gleichung “Mehr Brut mehr Rente mehr Fortschritt” in der Praxis zu beweisen? od. um sich ohne Not dem Gefahr der Verelendung auszusetzen währenddessen sich die Kinderlosen in all dem schwierige Situation weiterhin recht behaglich einrichten? erwidern auf diese fragen zu finden ist keine leichte Aufgabe; sie müssen wahrscheinlich sogar immer spekulativ bleiben. Der wirtschaftswissenschaftliche Verfahrensweise bietet sicherlich interessante Anregungen kann aber wohl für dieses komplexe Causa leider auch keinen Königsweg aufzeigen.

Man Geill

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