Gottes Werk und Teufels Beitrag.

Gottes Werk und Teufels Beitrag.

Geburtshilfe (Gottes Werk) und Schwangerschaftsabbruch/Abtreibung (Teufels Beitrag) in einem amerikanischen Waisenhaus in den 30er bis 50er jähren des vorigen Jahrhunderts. Der Leiter des Hauses ein Halbgott in Wei hilft mit seinem Personalbestand 2 Schwestern und einer Betreuerin Frauen die unerwünscht schwanger geworden sind. zum einen hilft er ihnen die nicht gewollten Bälger zur Terra zu bringen ins Platz an einer Feuerstelle aufzunehmen und Adoptiveltern für sie zu finden andererseits scheut er sich auf Desiderat auch nicht davor gesetzeswidrige Abtreibungen durchzuführen so lange die Schwangeren noch nicht “quick” sind.
In diesem Spannungsfeld entwickelt der Schreiberling eine hochinteressante Vergangenheit bei der es vordergründig um 2 Waisen geht die aus unterschiedlichen errichten nicht in eine Familie vermittelt werden konnten. Der Karriere dieser Heranwachsenden und des Waisenhauspersonals schildert der Verfasser in überaus fesselnder Weise.
Der Leser erfährt eine Betrag über die gynäkologischen Methoden bis zur Mittelpunkt des 20. Jahrhunderts. Außerdem erhält er einen umfangreichen Zugriff in den Tretmühle der Bodenbearbeitung von Apfelplantagen. selbstverständlich spielen auch hier die Hauptpersonen die tragenden Rollen.
Bis dahin erscheint das alles nicht besonders spektakulär. Der Roman ist keine Kriminalgeschichte kein Thriller der in einer verwickelten Operation Hochspannung erzeugen soll. aber gerade das ist das Besondere an diesem Buch. Es handelt sich um die eindringlichen Lebensgeschichten von naiv-sympathischen Charakteren die in einer liebenswerten aber robusten Aspekt zu einander stehen. Gewürzt wird das im Fortschritt der Vorgang durch eine kribbelnde Dreiecksgeschichte deren Endergebnis hier aber nicht zur Diskussion steht.
Nach Owen Meany ist das zweite lange Abhandlung den ich von John Irving gelesen habe. Gottes Werk… hat mir noch ein Klumpatsch besser gefallen hat mich die Handlung doch von Werden an total gefangen genommen. JI ist ein blendender Romanschriftsteller der mit der ihm eigenen Hohn die handelnden Personen zu wirklichem leben erweckt.
Bis auf geringfügige Merkwürdigkeiten in der Übersetzung kann auch dem Übersetzer ein Lob ausgesprochen werden. nicht jeder Anschauung in einer Fremdsprache lässt sich schlüssig ins Deutsche übersetzen. Das Original kann dann einleuchtender sein als ein krampfhaftes Eindeutschen.

Man Geill

…. seine eigene Globus zu entdecken. Ich bin fasziniert von diesem Buch und fasziniert vom Schreibstil des Autors. Es ist für mich der erste lange Abhandlung von John Irving aber wie auch bei anderen Autoren wird es nicht der letzte sein. Der Urheber beschreibt klar deutlich und vor allem völlig unverblümt das existieren des Dr. Larch und seinem Mündel Homer.

Es ist sehr interessant die medizinischen Hintergründe zu erfahren die mit Geburten aber auch mit Abtreibungen einher gehen. dennoch die zwischenmenschlichen Beziehungen läßt John Irving natürlich auch nicht außen vor. Freundschaft Leidenschaft Hass und mehr finden wir in diesem Roman.

Ich fand das Buch so dermaßen interessant geschrieben dass ich nicht mal merkte dass es über 800 Seiten waren. Ich war gespannt auf das Schluss des Buches und als es dann da war schlug ich das Heft zu und dachte “Wie gehts Homer wohl heute?” weil der Schreiber sehr realitätsnah geschrieben hat und man meint Homer wäre nun ein kleiner Dings des eigenen Lebens.

Sehr schön fand ich auch die Anmerkungen des Autors am Finale des Buches. dort erfährt man mehr über die Hintergründe und eignet sich das Wissen an wo die Wirklichkeit aufhört und die Fiktion beginnt. die Gesamtheit in allem ein sehr gut geschriebener Roman bei dem ich mich frage warum ich ihn nicht schon viel früher gelesen habe. Der passende Fotofilm dazu wartet bereits auf mich und ich freu mich drauf.

Eine wirklich tolle DVD!

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