Die stumme Herzogin, 8 Cassetten

Die stumme Herzogin, 8 Cassetten

Rezension: Die stumme Herzogin

Der Fabel Die stumme Herzogin ist das eine von zwei einnehmenden Büchern die Dacia Maraini vom bearbeiteten Substanz her auf ihrer Heimatinsel Sizilien angesiedelt hat. Das andere Buch Bagheria ist ein stark autobiographischer Review mit lesenwerten historischen Einsprengseln; dieses Schinken ist eine abrundende Ergänzung des Romans auch wenn es keine Fortführung desselben ist. Der lange Abhandlung der sich um unsere Herzogin rankt hat zwar eine sizilianische Adelsfamilie zum Gegenstander setzt sich aber nicht mit jenem typischen sizilianischen Sachverhalt des Zerfalls einer Adelsfamilie auseinander wie wir das etwa von De Ro-bertos »Die Vizekönige« oder von Tomasi di Lampedusas »Der Gattopardo« (früher: »Der Leopard«) her kennen.
Die bekannte Autorin schildert mitfühlend das einzigartige wohnen der Marianna einer Alte aus dem Hochadel der Insel zu Aktivierung des 18. Jahrhunderts. Sie ist als Ergebnis dessen was der eigene Onkel Pietro der Mönch ihrer Mami ihr als Sechsjähriger angetan hat taubstumm. Die Erziehungsberechtigte erfuhren nichts von dem Mißbrauch. Der Papi versucht alles Mögliche zuletzt eine Schocktherapie um der Tochter Kommunikationsmittel und Gehör wiederzugeben. Marianna muß zuschau-en wie ein wegen Mordes verurteilter Bube auf einem öffentlichen Sportplatz gehenkt wird. umsonst sie fragt sich ob sie seinen Tod nicht herbeigewünscht hat. Und bleibt stumm.
Der Ahnen Mariannas der Herzog Ucrìa von Fontanasalsa tut sich schwer einen Gatte für die Taubstumme zu finden. Läßt sich keiner auftreiben so will es der Tradition müßte Marian-na ins Kloster gehen. dann setzt das Interesse Marainis an einem außergewöhnlichen Frauenschicksal an. Für das dreizehn Jahre junge Mädchen findet sich schließlich doch noch ein we-sentlich älterer Mann. Er war von der auf Sizilien geltenden patriarchalischen Denkweise be-herrscht daß – wie Maraini in Bagheria näher ausführt – ein Einwendung der Alte deren Wille im Geschlechterverhältnis keinerlei Gewicht hatte gegen die männliche Konkupiszenz einfach nicht vorgesehen war. Der künftige Ehemann ist ausgerechnet der von dieser männlichen Wahnidee besessene Ohm (veraltet) der Herzog Pietro Ucrìa von Campo Spagnolo Freiherr von Scannatura Bosco Grande und Fiume Mendola Graf von Sala Paruta Markgraf von Sol-lazzi und Taya. Die klangvollen dürfen nicht über darüber hinwegtäuschen daß die schöne Marianna einen Mann heiraten mußte der sie als entehrt hatte dessen sich die Braut bei allem Widerwillen gegen diese Ehe allerdings zunächst nicht bewußt war. Das klingt unwahrscheinlich ist aber für den Entwicklung der Kaufhaus so konstruiert. Der viel ältere Ehegatte mehr als eigenartig und äußerlich ein unansehnlicher Vertreter seines Geschlechts der immer rote Kleidung trägt und den sie in der Sippe daher den »Krebs« nennen. winterlich und schüchtern schläft der Gatte in der Hochzeitsnacht auf der Nahtstelle des Brautbettes. Im Sonnenaufgang ver-gewaltigt er seine Kindfrau. gegenwärtig durchleidet sie die Schändung bewußt und läßt sie nach Hause zu den Erziehungsberechtigte fliehen. seiend hört sie wegen ihrer Fliehen nur Vorwürfe weil sie sich dem Besitzrecht des Mannes verweigert und den pflichtbewusst ihm gegenüber gering geachtet hat. doch eine ältere Weib gibt ihr die makabre Überlebensweisheit mit auf den Rückweg zu ih-rem Mann nach Bagheria: „Schließe die Augen und denk an anderes“.
Ihre Ehe ist ein Nebeneinanderher von zwei völlig unterschiedlichen Menschen. Ein männlicher Mensch seiner Herrenschicht muß Pietro nachkommen haben möglichst nur Söhne. Den Zeugungs-vorgang vollzieht der „Herr Onkel und Gatte“ wie Marianna ihren Gatte „ansprechen“ muß jedesmal lieblos und stumpfsinnig. Die Herzogin erfüllt ihre Ehe- und Mutterpflichten mit Qualen. Den erben Mariano hat sie schließlich zur Blauer Planet gebracht. dennoch ergibt sich Marianna nicht wie die anderen Frauen der damaligen Gesellschaft entsagungsbereit in ihre von der Gewohnheit vorgezeichnete demütigende Rolle als willenlose Frau. in den ersten Ehejahren hatte der lieblose Ohm (veraltet) und Mann es aufgegeben von seiner willensstarken Frau den ihm gebührenden gehorsam einzufordern. Es war für ihn bequemer ihr den Willen zur eigenen Lebensgestaltung zu lassen solange sie nicht seine Rechte als Gatte und Paps beschnitt und ihn nicht allzusehr behelligte. Die kluge junge Frau nutzt die abgetrotzte Rückzugsmöglichkeit in eine eigene Welt. Sie baut anstelle des »Häuschens« in einem Parkgrundstück in Bagheria das einst Großvater Mariano Ucrìa als kleines Landhaus errichten lassen hat einen Palast den man hier Palais nennt. Es ist die Schloss Vulguarnera in Bagheria die uns im gleichnamigen Heft als sein Austragungsort begegnet. jeder ungewöhnlich Marianna liest an-spruchsvolle Bücher. Literatur und auch die Haltung bleiben ihr nicht fremd. Sie sucht den geistigen Diskussion mit einem ihr geistig gewachsenen Herrn aus Palermo der ihr ohne daß sie ihn erhörte den Hof macht.
Der Tod ihres älteren Ehemannes stürzt sie nicht in Trauer. Der kalte Ablauf des Herausrei-ßens der Eingeweide aus seiner Leiche der Einsalzung und Mumifizierung in der abgemauer-ten Salpetergrotte des Kapuzinernklosters in Palermo das der Besucher der Katakomben der Cappuccini her in grausiger Andenken hat ist ein gekonntes Stilmittel zur Abbildung einer späten Vergeltung am ungeliebten Ehemann.
Als er nach Abschluß der Mumifizierung an einem Bindfaden aufgehängt mit standesgemäßer Garderobe aber verzerrter Totenfratze von der Mauer der Katakombe auf den fremden neugierigen Eindringling niederblickt hat sich die bejahrte Herzogin längst in einen ihrer Diener den schönen jungen Saro verliebt bei dem sie zum erstenmal die Beglückung der Liebesumarmung erfährt.
Der Leser erfährt in diesem geglückten lange Abhandlung viel von einer untergegangenen Blauer Planet die einem jenes Sizilien noch liebenswerter macht das noch nicht vom verödenden Sacco die Palermo mit der blindwütigen Zerstörung des Stadtbildes den rücksichtslosen Autobahntrassen und der Betonierung der Landschaft verschandelt ist.
Im Schinken Bagheria das man als Lektüre an die Stumme Herogin anschließen sollte lesen wir vom Schicksal einer Fr. unserer Dauer von dieser selbst vorgestellt in einem anderen Lebensumfeld. Ich möchte beide Bücher nicht missen.

Eine wirklich tolle DVD!

diese Roman schildert in ergreifender und packender Weise das Schicksal einer durch ein frühkindliches Traumata ertaubten und verstummten Herzogin im Sizilien des 18. Jahrhunderts. Die bilden dieses Entwicklungsromans sind so gut gezeichnet daß man sich gerne 3 Jahrhunderte zurückversetzt. dieses Dauer dieser Ort sind in der Schulbildung übergangen worden. wie kommt es, dass… eigentlich? Ich empfehle diesen Fabel für den Deutschunterricht der Mittel- oder Oberstufe!

Man Geill

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